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Geschmorter Wassermelonenrettich mit Rosenkohlpüree, Granatapfel und Speck

Geschmorter Wassermelonenrettich mit Rosenkohlpüree, Granatapfel und Speck

Geschmorter Wassermelonenrettich mit Rosenkohlpüree, Granatapfel und Speck
Rezept von Hans Gerlach

Wie schnell?

Typ


Mengenangabe

für 4 Personen

Zutaten:

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  • 750 g Wassermelonenrettiche (oder Radieschen)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 großer Thymianzweig
  • 1 EL Honig oder Ahornsirup
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz
  • Pfeffer (z.b. fermentierter Kampotpfeffer - muss aber nicht sein, eingelegter grüner Pfeffer passt auch sehr gut)
  • 1/2 Granatapfel

Für das Rosenkohl-Püree:

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  • 600 g Rosenkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g geräucherter Speck (wahlweise Walnüsse für die vegetarische Variante)
  • 2 EL Butter
  • 200 g Sahne
  • Muskat
Zubereitung:

»Sie mögen es eher kühl, sie sind anspruchslos und sie lassen sich nach der Ernte gut lagern: Wassermelonenrettiche sind das ideale Wintergemüse. Ihren sommerlichen Namen hierzulande haben sie  ihrer pinken Farbe zu verdanken. Ursprünglich kommen sie aus China, wegen ihrer knalligen Farbe werden sie aber weltweit angebaut. In Deutschland kommen sie von Dezember bis Ende März in den Handel.

Vielleicht schmecken Wassermelonenrettiche etwas weniger scharf und dafür einen Hauch bitterer als weiße Rettiche, aber das Aroma unterscheidet sich wenig – und das war mein Problem: Was soll ich mitten im Winter mit einem Radi? Die Biergärten sind tief verschneit und mir steht der Sinn nach warmem comfort food. Knackige kalte Rettichsalate können noch so schön leuchten, jetzt ist einfach die falsche Zeit dafür.

Zum Glück kann man Rettiche und Radieschen aber auch sehr gut als Gemüse dünsten oder schmoren und die schöne Farbe bleibt dabei sogar erhalten. Ich stelle Ihnen eine Variante mit Rosenkohlpüree, Granatapfel und knusprig gebratenem Speck (oder Walnüssen) vor. Der chinesische Name 心裡美蘿蔔 wird mit »Shinrimei-Rettich« übersetzt, die Bedeutung ist ungefähr: Schön-in-seinem-Herzen-Rettich. Das passt.«

 

Zubereitung Geschmorter Wassermelonenrettich mit Rosenkohlpüree, Granatapfel und Speck:

  1. Die Wassermelonenrettiche schmoren
    Wassermelonenrettiche waschen und in daumendicke Spalten schneiden.
    Knoblauchzehe mit Schale quetschen. Zusammen mit Thymianzweig und Honig im Olivenöl 3 Min. zugedeckt andünsten, mit Essig ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen.
    200 ml Wasser zugeben und bei kleiner Hitze 12 Min. zugedeckt auf dem Herd schmoren.                 
  2. Granatapfelkerne auslösen
    Während die Rettiche schmoren die Granatapfelkerne aus der Frucht lösen. Dafür entweder rabiat und effizient den Granatapfel mit der Schnittfläche nach unten über eine Schüssel halten und mit einem Kochlöffel oben auf den Granatapfel schlagen bis alle Kerne herausfallen – Vorsicht spritzt.
    Oder nach und nach die Häute von den Granatapfelkernen abziehen und die Kerne in größeren Gruppen mit dem Finger aus ihrer Verankerung drücken.
  3. Rosenkohlpüree vorbereiten
    Rosenkohl putzen, dabei den Strunk kürzen und kreuzweise einschneiden, welke Blätter entfernen.
    Einen Topf mit reichlich Salzwasser aufkochen, den Rosenkohl darin 10 Minuten kochen. Rosenkohl abgießen, abschrecken, abtropfen lassen.
    Zwiebeln abziehen und würfeln.
    Speck in Streifen schneiden und mit Butter in einem Topf 3 Minuten knusprig braten. Den Speck aus dem Topf heben und auf Küchenpapier abtropfen.
    Zwiebeln im Speckfett kurz anbraten, den Kohl durch die grobe Scheibe eines Fleischwolfes drehen oder mit etwas von der Sahne in einer Küchenmaschine pürieren.
    Rosenkohl und restliche Sahne zu den Zwiebeln geben und 5 Minuten kochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  4. Anrichten
    Rosenkohlpüree und Wassermelonenrettiche auf Teller verteilen, mit knusprigem Speck und Granatapfelkernen bestreuen.

Tipp:

Zum geschmorten Wassermelonenrettich mit Rosenkohlpüree und Granatapfel passt Röstbrot. Wenn Sie keinen Wassermelonenrettich bekommen, können Sie auch Radieschen nehmen.

Vegetarier ersetzen den Speck durch grob gehackte Walnusskerne. Rösten Sie diese einfach in der Butter an, heben Sie sie aus dem Topf und dann wie beschrieben fertig kochen.

Probieren Sie auch diese hawaiianische Poke-Bowl-Reisschüssel in Pink mit Wassermelonenrettich, Avocados und Drachenfrüchten sowie weitere Rezepte mit Rosenkohl, darunter im Ofen gerösteten RosenkohlMedaillons vom Rehrücken mit Rosenkohl und Nussspätzle und Taubenbrust im Rösti-Mantel auf cremigem Rosenkohl.

Weitere Rezepte mit Gemüse in der Hauptrolle finden Sie hier, beispielsweise die Spitzkohl-Tarte, Wirsing-Rouladen mit Seitan (vegan) und Ofenkürbis mit Blaukraut und Spinat (vegetarisch).

Herrlich anzusehen.

Hans Gerlach ist Koch, Foodstylist und Fotograf in München. Er ist seit vielen Jahren Kolumnist und Autor des SZ-Magazins und hat mehrere Kochbücher veröffentlicht. Die gesammelten Rezepte aus seiner aktuellen Kolumne »Probier doch mal« finden Sie hier und sämtliche SZ-Rezepte von Hans Gerlach hier.

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