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Kartoffelpüree mit knusprigem Grünkohl und Algen

Kartoffelpüree mit knusprigem Grünkohl und Algen

Kartoffelpüree mit knusprigem Grünkohl und Algen
Rezept von Hans Gerlach

Wie schnell?

Typ


Mengenangabe

für 4 Personen

Wie gut?



Zutaten:

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  • 1 kg mehlig kochende Kartoffeln
  • Salz, Muskat
  • 3-4 EL getrocknete Dulse-Meeresalgen (gibt es z.B. im Bioladen oder online)
  • 4 Lauch- bzw. Frühlingszwiebeln
  • 300 g Schwarzkohl oder kleinere Grünkohlblätter
  • 3 EL Butter
  • 200 g Crème fraiche
  • 150 ml Milch
  • ein Stück Meerrettichwurzel oder geriebener Meerrettich aus dem Glas
Zubereitung:

»Wer schon einmal am Atlantik am Strand spazieren war, hat bestimmt lappenförmige Rotalgen gesehen – ohne zu ahnen, dass sie essbar sind. Diesen so genannten Lappentang oder »Palmaria palmata« gibt es inzwischen auch im Biomarkt, unter der irischen Bezeichnung Dulse oder Dillisk. In Frankreich heißt die Alge »Dulce« und auf Island »Söl«. Sie schmeckt schön nussig, duftet ein wenig nach Strandspaziergang und wird leicht speckig, wenn man die trockenen Dulse-Flocken vorsichtig anbrät. In irischen Gemüseläden liegen die Algen in Papiertüten neben Kartoffeln und Kohl im Regal, hat meine Mitarbeiterin Claudia im Urlaub beobachtet.

Die Dulse hat einen Eiweißgehalt, der dem von Hülsenfrüchten nahekommt, reichlich Vitamin C und moderate Mengen Jod. Diese Art von Alge sollte für unsere Ernährung der Zukunft eine größere Rolle spielen. Ein Vorschlag ist dieses Kartoffelpüree mit knusprigem Grünkohl und Algen, eine Variante des traditionellen irischen Colcannon-Eintopfs mit Kartoffeln und Kohl.«

Zubereitung Kartoffelpüree mit knusprigem Grünkohl und Algen:

  1. Kartoffeln schälen und in große Stücke schneiden. In Salzwasser etwa 20 Minuten weich kochen, oder – noch aromatischer – mit Schale in einem Topf mit Dämpfeinsatz dämpfen, das dauert etwas länger.
  2. Algen in 6 EL kaltem Wasser kurz einweichen. Lauchzwiebeln putzen, welke Blätter und Wurzeln entfernen, die Zwiebeln in Ringe schneiden. Kohl waschen, dicke Rippen herausschneiden, die Blätter in 3 cm große Stücke reißen. 2 EL Butter in einem kleinen Topf aufschäumen lassen, Lauchzwiebeln, Algen mit dem Einweichwasser und Kohl zugeben, leicht salzen und zugedeckt 5 Min. dünsten.
  3. Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel grob zerdrücken. Die pürierten Kartoffeln vorsichtig unter die Crème fraîche oder Milch rühren, dabei die Butter in kleinen Flocken dazu geben. Kartoffeln abgießen.
  4. Crème fraîche und Milch aufkochen und mit Salz und Muskat kräftig würzen. Den Topf vom Herd nehmen, Kartoffeln und Algen-Kohl-Mix unterrühren. Wie viel Flüssigkeit die Kartoffeln aufnehmen, hängt von Sorte und Jahreszeit ab – manchmal muss man noch etwas mehr Sahne oder Milch dazugeben.
  5. Kartoffelpürée mit Salz und Muskat abschmecken und mit reichlich frisch geriebenem Meerrettich bestreuen.

Tipp:

Neben guten aromatischen Kartoffeln liegt das Geheimnis eines guten Kartoffelpürées im sanften Pürieren: Schneebesen oder Pürierstab sind absolut tabu, sonst wird das Püree leimig. Nicht zu viel rühren. Butter verfeinert den Geschmack, in manchen französischen Rezepten kommt ein Vielfaches der angegebenen Menge ins Püree, das muss nicht sein, aber ein bisschen Butter hilft.

Vielleicht möchten Sie auch einmal holländische Stamppot-Stampfkartoffeln mit Karotten und Schnittlauch probieren, Kastanien-Kartoffelpüree mit Fleischpflanzerln oder knusprige Bratkartoffeln mit Buttermilch und Wildkräutern.

Weitere gesunde Ideen finden Sie unter unseren vegetarischen Rezepten, wie Kartoffelgulasch mit Paprikasauce und Sauerrahmnockerln, gefüllte Süßkartoffeln mit Grünkohl und Ziegenkäse und Kartoffelbrot mit Käsekruste und Rosmarin.

Inspiriert vom irischen Colcannon-Kartoffeleintopf: sanft püriertes, cremiges Kartoffelpüree mit knusprigem Grünkohl, Dulse-Algen und jeder Menge Eiweiß und Vitamin C.

Hans Gerlach ist Koch, Foodstylist und Fotograf in München. Er ist seit vielen Jahren Kolumnist und Autor des SZ-Magazins und hat mehrere Kochbücher veröffentlicht. Die gesammelten Rezepte aus seiner aktuellen Kolumne »Probier doch mal« finden Sie hier und sämtliche SZ-Rezepte von Hans Gerlach hier.
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