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Schwarzbrot-Knödel mit Röstgemüse-Sauce

Schwarzbrot-Knödel mit Röstgemüse-Sauce

Schwarzbrot-Knödel mit Röstgemüse-Sauce
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Rezept von Hans Gerlach

Für die Knödel:

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  • 200 g trockenes Bauernbrot (oder anderes Mischbrot mit viel Roggen)
  • 200 ml Milch
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • Salz
  • 2 Eier (M)
  • 1 EL Mehl
  • evtl. Semmelbrösel
  • Pfeffer, Muskat

Für die Sauce:

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  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 400 g Wurzelgemüse (z.B.: Möhre, Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch)
  • 3-4 EL Olivenöl
  • 2 TL Mehl
  • 4 EL passierte Tomaten
  • 2 EL gehackte Kräuter (z.B.: Salbei, Rosmarin oder Thymian)
  • 4 EL Sojasauce
Zubereitung:

»Kürzlich habe ich im Radio von einer Tradition fränkischer Schwarzbrotklöße gehört – die Idee schien mir sehr überzeugend, schließlich bleiben im Alltag nicht nur Semmeln übrig, sondern auch mal ein Stück Brot. Meine kleine Online-Recherche ergab allerdings gar nichts und auch mein fränkischer Bäckerfreund meinte, er habe noch nie von Schwarzbrotklößen gehört. Aber er wisse auch nicht, was in Franken so alles gemacht werde.

Also habe ich einfach experimentiert, wie man am besten Schwarzbrot-Knödel herstellen kann. Ergebnis: Reine Roggenbrote sind zu sauer und bröseln. Roggenmischbrote kann man aber genauso wie Semmeln, Brezen und Weißbrot sehr gut zu Knödeln verarbeiten. Die Knödel schmecken aromatischer als die Semmelvariante und passen perfekt zu einer Sauce aus geröstetem Gemüse. Wegen ihres intensiven Geschmacks eignen sie sich hervorragend als vegetarische Hauptspeise.«

Zubereitung Schwarzbrot-Knödel mit aromatischer Röstgemüse-Sauce:

  1. Das Brot einweichen
    Brot erst in dünne Scheiben, dann in Streifen und zuletzt in kleine Quadrate schneiden (6-8 mm).
    Das Brot in eine Schüssel geben. Milch aufkochen, über die Würfel gießen zudecken und 30 Minuten ziehen lassen.
  2. Eine Gemüse-Bratensauce kochen
    In der Zwischenzeit die Sauce vorbereiten: Dafür Zwiebeln, Knoblauchzehen und Wurzelgemüse schälen und klein würfeln. Mit Olivenöl und einer Prise Salz 3 Minuten anbraten, mit 2 TL Mehl bestreuen, weitere 2 Minuten rösten.
    Passierte Tomaten und gehackte Kräuter zugeben, umrühren, mit Sojasauce ablöschen.
    400 ml Wasser oder Gemüsebrühe zugeben, zugedeckt 10 Minuten köcheln lassen.
    Den Deckel abnehmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Kloßteig kneten
    Petersilie waschen und trockenschütteln, die Blättchen zupfen und hacken. Zwiebel schälen, halbieren und möglichst fein würfeln.
    Die Butter in einem kleinen Topf oder einer kleinen Pfanne mit Deckel aufschäumen, erst wenn die Butter ganz geschmolzen ist, die Zwiebeln zugeben und bei kleiner Hitze zugedeckt 5 Minuten dünsten. Gleich zu Beginn salzen.
    Petersilie zu den Zwiebeln geben, umrühren und vom Herd nehmen. Zwiebel-Petersilien-Mischung auf das eingeweichte Brot geben. Mehl zugeben. Eier aufschlagen und mit der Masse verkneten.
    Falls der Teig sehr feucht scheint (z.B. weil das Brot noch frisch ist, oder die Eier größer waren) evtl. noch 2 oder drei Löffel Semmelbrösel untermischen.
    Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  4. Die Klöße schwimmen lassen
    Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Darin einen Probeknödel kochen, falls er zu weich sein sollte, etwas Semmelbrösel in die Masse kneten.
    Mit feuchten Händen glatte, knapp tischtennisballgroße Knödel formen und im Topf mit schwach siedendem Salzwasser 10 Min. ziehen lassen.
    Mit der Sauce servieren.

Sie lieben Knödel? Dann probieren Sie auch diese Knödelrezepte: Semmelknödel mit Pilz-Rahm-SauceSpeckknödel mit Karotten-Sellerie-Gemüse und Gemüsesuppe mit Pilzknödeln.

Als Nachtisch nach den Schwarzbrot-Knödeln empfehlen wir Ihnen eines dieser Rezepte aus unserer Desserts-KollektionBiskuitrolle mit Vanillecreme, Orangensauce und SchokoglasurBayrisch Creme mit Vanillesauce und Schoko-Gewürzfondant oder Milchrahmauflauf auf Vanilleschaum.

 

Da braucht’s kein Fleisch mehr: Schwarzbrot-Knödel mit vegetarischer Bratensauce aus Rostgemüse.

Hans Gerlach ist Koch, Foodstylist und Fotograf in München. Er ist seit vielen Jahren Kolumnist und Autor des SZ-Magazins und hat mehrere Kochbücher veröffentlicht. Die gesammelten Rezepte aus seiner aktuellen Kolumne »Probier doch mal« finden Sie hier und sämtliche SZ-Rezepte von Hans Gerlach hier.

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2 Fragen und Antworten
zum Rezept

  1. Deichgraf 4 Monaten

    Hallo Herr Gerlach,

    zwei Fragen habe ich:
    wieso wird die Petersilie durch die Butter mit den geschmorten Zwiebeln gerührt? Was macht die Hitze mit der Petersilie? Ich würde sie roh einarbeiten und denken, der Geschmack geht beim Kochen in die Klöße über!

    Zweitens Muskat: ich würze immer die Milch und erwärme sie (nicht kochen) da habe ich das Gefühle, der Geschmack entwickelt sich am Besten, damit dann die Semmeln einweichen. Gibt es eine Begründung für das spätere Würzen mit Muskat?

    • Das Rezept 4 Monaten

      Durch das kurze Rösten entfaltet die Petersilie noch etwas mehr Geschmack. Sie können sie aber auch roh einarbeiten.
      Was den Muskat betrifft: Das ist reine Geschmackssache.

      Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

      Ihr Team von
      Das Rezept

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