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Persischer Safranreis mit Huhn, Berberitzen und Zimt

Persischer Safranreis mit Huhn, Berberitzen und Zimt

Persischer Safranreis mit Huhn, Berberitzen und Zimt
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Rezept von Roya Maktabi

Wie schnell?

Typ

,

Mengenangabe

Für 4 Personen

Zutaten:

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  • 4 Stück Hähnchenbrust oder -schenkel
  • Basmati-Reis (p.P. eine kleine Tasse Reis)
  • Tomatensauce
  • 4 Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Paprika
  • 1 Pomeranze (Bitterorange, alternativ Limette)
  • etwa zwei Hand voll Berberitze
  • Petersilie
  • Öl
  • Butter
  • Safran
  • Zimt
  • Curry
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 500 g Joghurt
  • 1 Gurke
  • gehackte Walnüsse
  • getrocknete Minze
Zubereitung:

»Karamellisierte Berberitze-Früchte verleihen ›Zereshk Polo Morgh‹ – wie dieses Reisgericht mit Hähnchen, Berberitzen und Zimt heißt – das besondere Aroma: Die roten Beeren ähneln getrockneten Johannisbeeren und schmecken sauer mit einer bitteren Note. Sie bekommen sie in persischen Spezialitätenläden oder online.«

Zubereitung:

Reis etwa zwei Stunden in kaltem Salzwasser einweichen.

Karotten, Zwiebel, Gurke und Paprika würfeln, Berberitze gründlich waschen. Hühnchen in einem Topf mit Wasser vorkochen, Petersilie, Zwiebel und Karotte hinzufügen und mit etwas Zimt, Curry und Salz würzen, köcheln lassen.

Reiswasser abgießen, den Reis im Topf kochen (eine kleine Tasse Reis im Verhältnis zu eineinhalb Tassen Wasser), salzen, auf hoher Stufe kochen, dann zurückschalten, bis der Reis bissfest ist. Etwas Butter und Öl zum Reis geben und mit Kochlöffel aufhäufen, mittig eine Kuhle drücken.

In einem Schnapsglas etwas Safran mit kaltem Wasser vermischen, das Glas aufrecht in die Kuhle drücken, den Kochtopf fest verschließen – so wird auch der Safran im Wasserglas auf idealerweise 40-50 Grad erhitzt und kann später sein Aroma ideal entfalten (eine ähnliche Vorgehensweise dazu finden Sie auch in diesem Rezept für Bandnudeln mit Spinat, Käse und Safran). Dann den Reis samt Schnapsglas auf ausgeschalteter Platte ziehen lassen.

Etwas Hühnerbrühe abfüllen und im Topf mit Tomatensauce vermischen, den Saft der Pomeranze zugeben, salzen.

Viel Öl in eine Bratpfanne geben und Hühnchen auf hoher Stufe eine Minute auf beiden Seiten anbraten; mit Karotte und roher Paprika anrichten.

Das Schnapsglas aus dem Reis nehmen, die Hälfte vom Reis zur Seite stellen und mit ein wenig der Safransauce aus dem Glas vermischen – so haben sie am Ende eine Hälfte weißen, eine Hälfte klassisch safrangelb gefärbten Reis.

Die vorbereitete Tomatensauce mit dem Rest der Safransauce aus dem Schnapsglas verfeinern und aufkochen, anschließend über Hähnchen und Gemüse gießen.

Öl in Pfanne geben, Berberitze und mit etwas Zucker auf niedriger Stufe karamellisieren.

Joghurt mit Gurke vermischen und mit Walnüssen und Minze verzieren. Gelben und weißen Reis mit der karamellisierten Berberitze anrichten, servieren.

Tipp:

Dazu passt auch diese persische Joghurtsauce mit Rosenblüten.

Roya Maktabi kocht in München. Die Literaturwissenschaftlerin und Bibliothekarin kommt ursprünglich aus Teheran. Ihr Lieblingsrezept stellte sie in einem Nachbarschaftstreff in München-Schwabing vor.

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3 Fragen und Antworten
zum Rezept

  1. ikruemel 2 Monaten

    Von meinem persischen Vater habe ich das mit dem Safran so gelernt: Die Safranfäden werden in einem Mörser mit etwas Zucker zermahlen und mit warmen Wasser aufgegossen. Der Safran zieht und wird dann später mit dem Reis vermischt.

    Die Berberitzen werden gewaschen und in der Pfanne mit etwas Zitronensaft und Zucker angebraten/karamellisiert.

    Der Reis wird zunächst al dente gekocht, dann abgegossen und abgeschreckt. Danach gibt man den Reis wieder in den gut gebutterten Topf macht mit einem Kochlöffel 4-5 Löcher in den Reisberg und gibt hier auch nochmals Butterstücke hinein. Dann kommt ein Baumwolltuch über den Topfdeckel und der Reis dämpft ca. 30-50 Minuten auf geringer Stufe (1 – 1.5). Danach hat man einen wunderbaren lockeren Reis. Uncle Ben würde neidisch werden ;-).

  2. Mr_Moep 5 Monaten

    Ich würde gerne die Funktionsweise des Safran-Schnapsglases erfahren.
    Der Reis ist ja aus, das verdampft nichts. Da steht jetzt nur ein Schnapsglas mit Safranwasser im Reis.
    Danach wird die Hälfte in den Reis und die andere Hälfte in die Sauce gegeben.
    Passiert da irgendetwas?

    Viele Grüße

    • Das Rezept 5 Monaten

      Sehr geehrter Leser,

      vielen Dank für den Hinweis, wir haben die Zubereitungsanleitung der Klarheit halber noch einmal textlich überarbeitet. Durch die Hitze im Topf wird der Safran im in Reis eingebetteten Schnapsglas idealerweise auf 40-50 Grad erhitzt, auch bei ausgeschaltetem Herd. Verdampfen muss da tatsächlich nichts – es geht nur darum, dass der aufgeweichte, erwärmte Safran sein Aroma voll entfaltet. Natürlich lässt sich argumentieren, dass man den Safran auch anders erhitzen und bearbeiten kann. Die Tradition mit dem Schnapsglas kenne ich persönlich eher zufällig von einer iranischen Freundin, die ihn genau so zubereitet – obwohl es wohl auch anders ginge. Die Teheranerin Roya Maktabi, Köchin dieses Rezepts, zieht dieselbe Verarbeitung vor.

      Eine ähnliche Zubereitungsweise sieht vor, den Safran zusätzlich zu mörsern: wie beispielsweise in diesem Rezept für Bandnudeln mit Spinat, Käse und Safran.

      Ihnen weiterhin viel Freude und Genuss beim Kochen und Ausprobieren wünscht
      Lisa Böttinger und das Team von Das Rezept

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