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Selbst gemachte Falafeln

Selbst gemachte Falafeln

Selbst gemachte Falafeln
40
Rezept von Hans Gerlach

Wie schnell?

Vorbereitung

45 Minuten

Wartezeit

1 Tag

Typ


Mengenangabe

für 4 Personen

Wie gut?



Für die Falafeln:

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  • 250 g trockene Kichererbsen (siehe Tipp unten für eine Variante mit dicken Bohnen)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 Prise Backpulver
  • 1 TL Salz
  • 2 EL weißer Sesam
  • 1 l neutrales Öl zum Ausbacken

Außerdem:

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  • 2-3 rote Zwiebeln
  • 2 EL Zitronensaft
  • 200 g Gurke
  • 100 g Tomaten
  • 100 g Romanasalat
  • 100 g Tahini-bzw. Tahina-Sesampaste
  • 1/2 Zitrone
  • 4 kleine Pitabrote zum Füllen
Zubereitung:

»Ich mag Falafeln, obendrein sind Hülsenfrüchte gut fürs Klima. Trotzdem habe ich lange gezögert, ein Rezept für die Kichererbsenbällchen aufzuschreiben, denn wie bei fast allen scheinbar einfachen Gerichten, kann auch bei Falafeln einiges schief gehen. In vielen Restaurants sind die kleinen Bällchen zum Beispiel ziemlich trocken, wahrscheinlich weil viele Falafel-Köche zu viel Mehl in den Kichererbsenteig geben, damit die Masse stabil bleibt. Dabei geht es sogar ganz ohne Mehl.

Grundregel Nummer eins: Die Kichererbsen müssen roh sein und sie müssen genug Zeit zum Quellen haben, mindestens über Nacht, noch besser einen ganzen Tag lang. Wenn die Kichererbsen korrekt gequollen sind, dann ist als nächstes eine Prise Backpulver wichtig für den Teig, damit die Falafel schön locker werden – zu viel Backpulver aber lässt den Teig auch zerfallen. Und werden die Kichererbsen zu fein, wird die Masse ebenfalls trocken. Wenn Sie meine Tipps beachten, werden die Falafeln wie sie sein sollen: außen knusprig, innen locker und saftig. Ich wälze die Bällchen vor dem Braten in Sesam und serviere sie im Pitabrot zu marinierten roten Zwiebeln, Salat, Tomaten, Gurken und einer Zhoug-Kräutersauce.«

Zubereitung selbst gemachte Falafeln mit Sesam, marinierten roten Zwiebeln und Salat im Pitabrot:

  1. Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser 24 Stunden (!) quellen lassen.
  2. Zwiebeln schälen in dünne Spalten schneiden, salzen und mit Zitronensaft mischen, mindestens 30 Minuten ziehen lassen.
  3. Gurke schälen, längs vierteln, die Kerne herausschneiden. Das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden. Tomaten waschen und würfeln. Salat waschen, schleudern und in Streifen schneiden.
  4. Tahinipaste mit der gleichen Menge Wasser verrühren, Zitronenschale abreiben, 2 EL Saft auspressen, beides unter die Tahinisauce rühren, mit Salz abschmecken.
  5. Für den Falafelteig Kichererbsen abgießen, abspülen, sehr gut abtropfen lassen.
  6. Zwiebel und Knoblauch schälen und grob würfeln. Mit Kichererbsen und den Gewürzen (ohne Sesam) durch die feine Scheibe eines Fleischwolfes lassen oder im Blitzhacker oder einem Universalzerkleinerer pürieren – so dass man den Teig gut formen kann, aber nicht übertrieben fein.
  7. Das Öl erhitzen (zum Beispiel in einem Wok oder einer Fritteuse), bis von einem ins Fett getauchten Kochlöffelstiel sofort Bläschen aufsteigen. Mit einem Esslöffel walnussgroße Teigportionen abstechen, zu Kugeln formen, im Sesam wälzen und nochmal leicht andrücken. In mehreren Portionen goldbraun ausbacken – das dauert jeweils etwa 2 Minuten, gut abtropfen lassen.
  8. Falafeln mit Hummus, marinierten Zwiebeln, Salat, Gurke, einer scharfen Sauce – zum Beispiel Zhoug – in Pitabroten servieren.

Tipp:

Zu den Falafeln schmeckt auch Hummus – hier ein Originalrezept aus Jerusalem – sowie Zhoug, eine würzige Kräuterpaste (fertig gekauft oder selbst gemacht nach diesem Rezept).

Eine Leserin empfiehlt, zur Hälfte Kichererbsen und zur Hälfte geschälte dicke Bohnen bzw. Saubohnen zu verwenden, beides nur eingeweicht. Gekochte Kichererbsen und Bohnen aus dem Glas sind für den Teig zu weich.

Vielleicht möchten Sie auch einmal unsere Falafeln mit Gewürzjoghurt, diese Kichererbsensuppe mit Frischkäse-Gewürztopping oder Shakshuka-Tomaten-Eier im Glas mit Kichererbsen aus unserer Sammlung mit von der nahöstlichen Levante-Küche inspirierten Rezepten probieren. 

Weitere Rezepte, die gerade in Corona-Zeiten der ganzen Familie schmecken dürften, haben wir hier für Sie gesammelt, wie Spinat-Kroketten mit Apfelchips-Panade, Pizza-Schnecken mit Salami oder diesen einfachen Quarkauflauf mit Sauerkirschen aus dem Glas. Unsere gesammelten Hülsenfrucht-Rezepte finden Sie hier, darunter Linsenpfannkuchen mit Orangen-Fenchel-Salat und Burrata, Dal-Linseneintopf mit Blattspinat und Pasta mit Saubohnen, Minze und Ziegenkäse.

Außen knusprig, innen locker-saftig: selbst gemachte Falafeln, gewälzt in Sesam und serviert mit marinierten roten Zwiebeln und Salat im Pitabrot. Nach der Kichererbsen-Einweichzeit sind die Bällchen schnell gebraten.

Hans Gerlach ist Koch, Foodstylist und Fotograf in München. Er ist seit vielen Jahren Kolumnist und Autor des SZ-Magazins und hat mehrere Kochbücher veröffentlicht. Die gesammelten Rezepte aus seiner aktuellen Kolumne »Probier doch mal« finden Sie hier und sämtliche SZ-Rezepte von Hans Gerlach hier.
3 Kommentare

3 Fragen und Antworten
zum Rezept

  1. Heinrich9 4 Monaten

    Falafel ist bereits ein Plural im Arabischen. Desalv sollte man nicht Falafeln schreiben…
    Auch Tahina ist ein arabisches Wort, nicht Tahini…
    By the way die im Tipp erwähnten dicken braunen Bohnen heissen in Deutschland Saubohnen, oder in der arabischen Welt Foul.

    • Das Rezept 4 Monaten

      Vielen Dank für Ihre Hinweise. Beim Plural haben wir uns am Duden orientiert.

  2. Shakshouka 6 Monaten

    Im Rezept fehlt definitiv noch die glatte Petersilie. Einfach eine Handvoll Blätter abzupfen und dazu geben. Außerdem sind die Gewürze zu wenig, kann man locker verdoppeln. Die Falafel müssen mindestens 4 Minuten ins heiße Öl, sonst sind sie zu hell.
    Dazu passt vor allem auch eine Joghurtsoße mit Kräutern und Knoblauch.

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